Fotorecht


Unsere Anwälte vertreten ständig Fotografen. Das Urheberrecht schützt auch Fotos.

Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) unterscheidet bei Fotografien zwischen Lichtbildwerken und Lichtbildern (§ 72 UrhG).

Ein Lichtbildwerk ist ein Foto, welches eine persönliche geistige Schöpfung des Fotografen darstellt. Ein solches Foto zeichnet sich gegenüber dem Lichtbild durch seine beabsichtigte Individualität aus. Lichtbildern hingegen fehlt es an dieser beabsichtigten Individualität. Bei im Urlaub gemachten Schnappschüssen handelt es sich beispielsweise in aller Regel um Lichtbilder. Ob es sich um ein Lichtbild oder ein Lichtbildwerk handelt, "weiß" in vielen Fällen nur das zuständige Gericht. Da aber sowohl Lichtbildwerke wie auch Lichtbilder urheberrechtlich geschützt sind, spielt die Differenzierung praktisch keine Rolle. Lediglich hinsichtlich der Schutzdauer macht es einen Unterschied. Lichtbildwerke sind 20 Jahre länger geschützt als Lichtbilder.

Urheber der Fotos ist der Fotograf. Dem Fotografen stehen grundsätzlich sämtliche Nutzungsrechte zu. Über diese Nutzungsrechte kann er zunächst frei verfügen. Er kann die Nutzungsrechte zeitlich begrenzt oder unbegrenzt an Interessenten übertragenn. Die Nutzungsrechte kann er exklusiv an einen Interessenten oder als einfache Rechte an verschiedene Interessenten übertragen.

Als Rechtsanwalt vertreten wir Fotografen und andere Künstler außergerichtlich und gerichtlich zur Durchsetzung ihrer Interessen. Hierbei kann es zum Beispiel um die Geltendmachung eines vereinbarten Honorars oder eines Schadensersatzanspruches gehen. Weiter gilt es häufig auch, die unberechtigte Nutzung der Fotografien zu unterbinden und zukünftig zu verhindern.

Im Fall der unberechtigten Nutzung eines Fotos handelt es sich um eine Urheberrechtsverletzung. Im Auftrag des Fotografen mahnen wir den Verletzer ab und fordern ihn per Abmahnung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung und Zahlung eines Schadensersatzes auf. Wenn der Verletzer der Aufforderung nicht freiwillig nachkommt, können wir die Ansprüche per einstweiligem Verfügungsverfahren oder Klageverfahren gerichtlich geltend machen.

In vielen Fällen ist der Schadensersatz wegen einer Urheberrechtsverletzung für den Fotografen wesentlich lukrativer als die Lizenzierung seiner Fotos bzw. die in Auftrag gegebene Fotoarbeit. Der Fotograf kann seinen Schadensersatzanspruch nach den sog. MFM-Tabellen (MFM = Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing) berechnen. Die dort genannten Gebühren liegen in den meisten Fällen weit über den tatsächlich von Fotografen berechneten Honoraren.

Mandanten die wegen vermeintlichen Urheberrechtsverletzungen in Anspruch genommen werden, vertreten wir ebenfalls.