LG Magdeburg: "SUPERillu" gewinnt gegen "illu der Frau"


Die Wettbewerbskammer verbietet dem „Alles Gute Verlag Ltd“ unter Androhung von Ordnungsgeld bis zu 250.000 € oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten

-eine Zeitschrift unter der Bezeichnung „illu der Frau“ nicht mehr anzubieten
-alle noch in seinem Besitz befindlichen Zeitschriften mit diesem Titel zu vernichten
-Auskunft über Einnahmen und Auflage erteilen
-grundsätzlich Schadensersatz zu zahlen

Das Landgericht hat festgestellt, dass die Beklagte mit dem Namen „illu der Frau“ gegen das Markenrecht verstößt, da der Name „SUPERillu“ geschützt ist. Hier liegt eine Verwechslungsgefahr vor. Dem Verbraucher gegenüber wird der Eindruck erweckt, dass „illu der Frau“ dem Verlag zugeordnet wird, der „SUPERillu“ herausbringt. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Die Zeitschrift „illu der Frau“ (Preis: 60 ct €) erscheint seit Mai 2007 in einer Auflage von mittlerweile gut 150.000 Exemplaren, die Zeitschrift „Super illu“ “ (Preis: 1,50 €) erreichte eine Auflage zwischen 400.000 und etwa 600.000 Exemplaren im Jahr 2008 und  Anfang 2009 pro Heft. Beide Zeitschriften werden vorwiegend in den neuen Bundesländern vertrieben.

LG Magdeburg Urteil vom 18.08.2009 - 7 O 234/09
Quelle: Pressemitteilung des LG Mageburg, Pressesprecher Christian Löffler